Allgemeine und berufliche Erwachsenenbildung in Europa: Ausweitung des Zugangs zu Bildungsangeboten

Die Studie befasst sich inhaltlich mit den nachfolgenden Aspekten: Humanressourcen in Europa und die Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen. Des weiteren sind Gegenstand der Studie:

Politisches Engagement

Wichtigste Formen des Angebots

Flexibilität und Bildungswege

Aufklärungsmaßnahmen und Beratungsdienste

Gezielte finanzielle Fördermaßnahmen

Die Studie kommt dabei u.a. auf die nachfolgenden wichtigsten Feststellungen:

Zur Allgemeine und berufliche Erwachsenenbildung in Europa:

 Jeder vierte Erwachsene in Europa hat keinen über den Sekundarbereich I hinausgehenden formalen Bildungsabschluss vorzuweisen – wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen

Ländern und Altersgruppen erheblich sind.

Die Erwachsenen mit dem dringendsten Bedarf an allgemeiner und beruflicher Bildung haben die geringsten Chancen, Angebote des lebenslangen Lernens in Anspruch zu nehmen.

Zum Politisches Engagement von Behörden auf höchster institutioneller Ebene:

Zwar wird bei den politischen Agenden der Länder im Allgemeinen ein Schwerpunkt auf den Zugang zu lebenslangem Lernen für Erwachsene mit nicht ausreichenden Grundfertigkeiten oder Qualifikationen gelegt, doch werden nur selten verbindliche Zielsetzungen festgelegt, die es zu erreichen gilt.

Zu den wichtigsten Formen des Angebots für Erwachsene mit unzureichenden

Grundfertigkeiten oder Qualifikationen:

Europaweit gibt es ein breites Spektrum an Programmen der allgemeinen und beruflichen Bildung zur Vermittlung von Grundfertigkeiten für erwachsene Lernende – für ein besseres Verständnis dieses Bereichs sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich.

In allen Ländern bestehen Möglichkeiten für Erwachsene, eine anerkannte Qualifikation im Erwachsenenalter zu erwerben, doch beim Anteil der Erwachsenen, die zu einem späteren Zeitpunkt im Leben eine mittlere Qualifikation erwerben, sind Unterschiede zwischen den Ländern festzustellen.

Zur Flexibilität und Bildungsverlauf:

Um die Hürden für die Beteiligung von Erwachsenen an Bildungsmaßnahmen zu senken, sind Angebotsformen erforderlich, die dazu beitragen, zeitliche Beschränkungen zu überwinden; doch selbst wenn diese angeboten werden, gibt es kaum Daten über ihre Nutzung durch gering qualifizierte Erwachsene.

Es werden Bemühungen unternommen, um das Angebot flexibler Lernwege zu fördern, doch in den meisten europäischen Ländern ist der Zugang zu einem bestimmten Bildungsniveau nach wie vor vom Abschluss des vorhergehenden Niveaus abhängig.

Zwar sind erhebliche Fortschritte bei der Validierung nichtformalen und informellen Lernens zu verzeichnen, doch ist es nach wie vor eine Herausforderung, den am stärksten gefährdeten Gruppen einen Zugang zu diesem Dienst zu ermöglichen.

Zu den Gezielte finanzielle Fördermaßnahmen:

Nur in wenigen europäischen Ländern gibt es Kofinanzierungsinstrumente, die speziell auf gering qualifizierte Lernende ausgerichtet sind. Besondere finanzielle Anreize, um Arbeitgeber zum Angebot von Lernmöglichkeiten für gering qualifizierte Arbeitnehmer anzuhalten, sind nicht sehr häufig.

Hier finden Sie den EU Bericht Erwachsenenbildung in deutscher Sprache

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*